Richtig Blutdruck messen - einfach erklärt

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Lesedauer: ca. 3 Minuten

Liebe Leserinnen und Leser,

in der Arztpraxis gehört es zu den Standard-Untersuchungen, die eigentlich immer gemacht werden, das Blutdruckmessen. Oftmals kommt es dort aber zur sogenannten “Weißkittelhypertonie”. Das bedeutet, der Blutdruck ist während der ärztlichen Untersuchung höher, als er es wäre, wenn man entspannt daheim messen würde. Geschuldet ist dieses Phänomen in der Regel der Aufregung und dem Stress, der vor dem Arztbesuch herrscht. Umso besser, dass es mittlerweile hochwertige, zuverlässige Blutdruckmessgeräte für den Oberarm oder das Handgelenk zum selber messen gibt. Doch was muss man dabei beachten? Was bedeuten die Werte und was ist sonst noch wichtig? Das wollen wir Ihnen nachfolgend einmal genauer erklären.

Was bedeuten die zwei Werte und welche Werte sind normal?

Die beiden Werte zeigen an, welcher Druck in den Arterien herrscht. Der höhere Wert zeigt den systolischen Blutdruck (SYS) an (Herz pumpt), der niedrige Wert den diastolischen Blutdruck (DIA) (Herz ist entspannt und füllt sich mit frischem Blut).

Anhand der nachfolgenden Tabelle können Sie sehen, welche Werte normal sind und ab wann Sie eine Arztpraxis aufsuchen sollten. Angegeben sind die Werte in Millimeter / Quecksilbersäule (mmHg).  

Wann sollte ich messen und worauf muss ich achten?

Am besten wird morgens, vor einer eventuellen Tabletteneinnahme, und abends immer zur gleichen Zeit gemessen. Zudem sollte man sich Zeit nehmen und immer mehrere Messungen (am besten 3) hintereinander machen. Zwischen den Messungen sollte mindestens eine Minute Abstand liegen. So haben die Gefäße Zeit, sich wieder vollständig vom Druck zu erholen.

Blutdruckwerte nach WHO in mmHg

Die Werte der ersten Messung sind Streichwerte. Aus den anderen beiden nimmt man den Mittelwert und notiert ihn in einem Blutdrucktagebuch.

Grundsätzlich sollte man nicht direkt nach einer stressigen Aktivität oder dem Konsum von Kaffee, Zigaretten etc. messen. Warten Sie  danach mindestens eine Stunde bis zur Messung. Vor dem Messen sollten Sie sich ca. 3 - 5 Minuten einfach ruhig hinsetzen und nichts tun, auch keine Musik hören.

Messen Sie am besten am Tisch, in aufrechter Sitzhaltung. Dabei sollte der Arm locker auf der Tischplatte liegen und frei von Kleidung sein. Keinesfalls darf das Blut zum Beispiel durch einen hochgeschobenen, engen Ärmel abgedrückt werden.

Wichtig auch: Gerade am Anfang, wenn man mit den Messungen daheim anfängt, empfiehlt es sich, an beiden Armen zu messen und nach Auswertung der Ergebnisse den Arm für weitere Messungen zu nehmen, an dem die höheren Werte gemessen wurden.

Wo muss ich die Manschette am Oberarm anbringen?

Möchten Sie den Blutdruck am Oberarm messen, achten Sie auf einen guten Sitz der Manschette, ca. 2 cm oberhalb der Ellenbeuge auf Herzhöhe. Der Schlauch sollte mittig in der Beuge platziert sein und oberhalb des Unterarms zum Blutdruckmessgerät laufen. Dabei gilt es darauf zu achten, dass er nicht gedrückt, gequetscht oder geknickt ist.

Die Manschette sitzt richtig, wenn zwei Finger zwischen Arm und Manschette passen. Ist Ist alles richtig eingestellt, kann man mit der Messung starten. Wichtig dabei: Nicht mehr bewegen und sprechen, nur gleichmäßig atmen. 

Wo muss ich die Manschette am Handgelenk anbringen?

Wird eine Messung am Handgelenk bevorzugt, legt man das Gerät so an, dass es auf der Innenseite des Handgelenks anliegt. Dann macht man es fest und hält das Handgelenk auf die Höhe des Herzens. Wie auch bei der Messung am Oberarm sollte man dabei ruhig sein, nicht sprechen und vorher nichts Anstrengendes gemacht haben. Stichwort: “3 - 5 Minuten Ruhephase”.

Blutdruck messen zuhause

Sehen Sie anhand des Videobeispiels, wie einfach Blutdruck messen daheim ist. (Rechte am Video liegen bei Hartmann.)

Warum sollte ich regelmäßig meinen Blutdruck messen?

Da viele Symptome bei einem zu hohen / zu niedrigen Blutdruck unspezifisch sind und auch auf andere Krankheiten hindeuten können, ist es sinnvoll die Werte im Auge zu behalten, bevor es zu irreparablen Schäden kommt an Organen wie dem Herz oder auch den Nieren kommt.

Kann ein zu hoher / zu niedriger Blutdruck gesundheitsschädlich sein?

Ein zu hoher Blutdruck kann dauerhaft ebenso schädlich sein, wie ein zu niedriger Blutdruck. Bei zu hohem Blutdruck, also einem dauerhaften systolischen (oberen) Wert über 140 und einem asystolischen (unteren) Wert von über 90 steigt das Risiko von schweren Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Daher empfiehlt es sich bei Symptomen, die auf einen zu hohen oder zu niedrigen Blutdruck hindeuten können, die Hausarztpraxis aufzusuchen und mögliche Ursachen abklären zu lassen.

    Doch was sind die Symptome für einen zu niedrigen Blutdruck? Symptome für einen zu niedrigen Blutdruck können sein:

    • Kopfschmerzen (pochend)
    • Schwindel
    • Müdigkeit
    • Abfall der Leistungsfähigkeit
    Blutdruckmessen beim Arzt

    Und wodurch macht sich ein zu hoher Blutdruck (Hypertonie) bemerkbar? Zu hoher Blutdruck zeigt sich durch folgende, oft unspezifische Symptome:

    • Schlafstörungen (Einschlaf- und Durchschlafstörungen)
    • eher unruhiger Schlaf und unterbrochene Nachtruhe
    • innere Unruhe
    • leicht zu erregen
    • Rauschen, Ohrensausen
    • Stimmungsschwankungen
    • Hitzewallungen
    • Kopfschmerzen, vor allem direkt am Morgen
    • Kreislaufbeschwerden (Schwindel)
    • Kurzatmigkeit
    • Nervosität
    • Herzrasen / Herzrhythmusstörungen

    Worauf sollte ich beim Kauf von Blutdruckgeräten achten?

    Blutdruckmessgeräte gibt es mittlerweile fast überall, in unterschiedlichen Preiskategorien. Sogar manche Discounter haben sie in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen im Angebot. Doch auch wenn diese Geräte meist besonders günstig sind und natürlich das CE-Zeichen aufweisen, sollte man noch andere Kriterien beachten und beim Kauf auf Qualität setzen. So besitzen zum Beispiel das beliebte Oberarm-Blutdruckmessgerät Beurer BM 27, das Veroval Compact Handgelenk Blutdruckmessgerät und das Veroval Compact Oberarm Blutdruckmessgerät das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga. Dieses garantiert, dass die Messwerte des Gerätes genau sind. Natürlich können aber auch Geräte wie das Medisana BW-315 Handgelenk-Blutdruckmessgerät, die das Siegel nicht haben, zuverlässig arbeiten, denn nicht jeder Hersteller beantragt es.

    Fazit

    Blutdruckmessen ist wichtig und kann helfen, eventuelle ernste Erkrankungen frühzeitig zu entdecken. Da die Werte beim Arzt stressbedingt aber oft etwas höher sind, empfiehlt es sich, diese in Ruhe zuhause zu messen, sorgfältig zu notieren und beim nächsten Arztbesuch vorzulegen. Beachtet man dabei unsere Tipps, steht erfolgreichen, sicheren Messungen nichts mehr im Weg.

    Beurer BM-27 Oberarmblutdruckmessgerät

    Bei Fragen wenden Sie sich unter der Nummer: 02159 - 8282 877 gerne an unseren freundlichen Kundenservice oder schreiben uns eine Nachricht über das Kontaktformular.

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    Über Ursula Hofstetter

    Ursula Hofstetter ist seit 2016 Mitarbeiterin der ARDMED. Ihre Fachexpertisen liegen im Bereich Altenpflegeprodukte und der stationären Langzeitpflege.

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